Thomas Koch

Endodontie – Wir retten Ihre Zähne!

Eine Entzündung der Zahnwurzel kann unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten sind tiefe kariöse Defekte dafür verantwortlich, dass Bakterien in die Pulpa diffundieren und eine Entzündung verursachen. Auch eine sich ausbreitende Parodontitis oder Druck auf die Zähne wie ein Schlag  können eine Entzündung der Zahnwurzel auslösen, ebenso wie eine Funktionsstörung oder eine kieferorthopädische Behandlung. In der Therapie befreien wir durch eine Öffnung in der Zahnkrone die Wurzel von krankem, infiziertem Nerv- und Gefäß-Gewebe. Nach einer antibakteriellen Spülung werden die Kanäle wieder mit speziellem Material aufgefüllt. Leider sind die Wurzelkanäle in der Realität selten so angeordnet wie im Modell. Oft verlaufen sie oval und weisen Querverbindungen auf, weswegen konventionelle Behandlungsmethoden lediglich in 40 bis 60 Prozent der Fälle erfolgreich verlaufen. Durch den Einsatz innovativer Methoden und neuester Techniken können wir in der Erlenbusch-Praxis die Erfolgschancen einer Wurzelbehandlung auf bis zu 90 Prozent erhöhen. Gerne beraten wir Sie persönlich über die Möglichkeiten!

 

Wurzelkanalbehandlung mit dem Reziproc von VDW - Mehr Sicherheit, höhere Effizienz

Bei der Wurzelkanalbehandlung mit dem Reziproc wird eine nickel-titanlegierte Feile verwendet, die sich durch besondere Haltbarkeit und Flexibilität auszeichnet. Die Verwendung dieses Einmalinstruments verringert nicht nur das Frakturrisiko, sondern garantiert überdies eine Sterilität, die selbst bei ordnungsgemäß sterilisierten Handfeilen nicht gewährleistet werden könnte. Zudem wird aufgrund der einzigartigen reziproken Technik und einem präzise abgestimmten Drehwinkel im Motor und dem automatischen Stopp bei übermäßiger Krafteinwirkung ein Abbrechen der Feile im Kanal bestmöglich verhindert. So können wir auch in stark gekrümmten Kanälen die bakteriellen Entzündungen aufspüren und beseitigen. Eine weitere Besonderheit der Instrumente: Sie suchen sich automatisch den „Weg des geringsten Widerstandes“ und sorgen so für eine substanzschonende Behandlung. Die besondere Form der Feilen ermöglicht eine passgenaue Wurzelkanalfüllung mit geringer Gefahr des Überstopfens von Material über die Wurzelspitze hinaus. Aufgrund der integrierten elektrischen Längenmessung sind weniger Röntgenbilder erforderlich, um die genaue Länge der Kanäle zu berechnen. Weil bei dieser Behandlungsmethode meist nur eine einzige Feile benötigt wird, verkürzt sich die Sitzungs-Dauer um bis zu 80 Prozent!

ZAHNÄRZTIN ANNA BREIT

Anna Breit ist in unserer Praxis zuständig für die Allgemeine Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, die Kinder- und Jugendzahnheilkunde und die Endodontie. Dank der breit gefächerten Aufgabengebiete und ihrer langjährigen Erfahrung werden viele Patienten bereits Kontakt mit der sympathischen Zahnmedizinerin gehabt haben.

Anna Breit kam 1976 in Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan, zur Welt. Nach dem erfolgreichen Abitur studierte sie fünf Jahre lang Zahnmedizin, machte ihr Staatsexamen und erhielt ihre Approbation. Anschließend arbeitete sie sieben Jahre lang als Zahnärztin in Taschkent bevor sie aus familiären Gründen nach Deutschland zog. Angekommen in der neuen Heimat Münster wollte sie trotz ihrer langjährigen Praxiserfahrung noch einmal von vorne beginnen und Zahnmedizin nach den höheren deutschen Standards studieren.

Zwischen 2008 und 2013 tat sie dies an der Westfälische Wilhelms-Universität in Münster. Nach dem erfolgreichen Abschluss, Staatsexamen und erneuter Approbation verbrachte Anna Breit ihre Assistenzzeit in der Erlenbusch Praxis unter Dr. Dach und wurde 2016 als angestellte Zahnärztin übernommen. Seit Juli 2017 ist sie auch weiterhin Teil des Teams unter der neuen Führung von Zahnarzt Thomas Koch.

Wurzelbehandlung mit dem Mikroskop


Mit einem Dentalmikroskop erreichen wir höchstmögliche Präzision bei größtmöglicher Schonung der Zahnsubstanz. Die Behandlung unter Sicht bei bis zu 30-facher Vergrößerung erhöht die Chance einer erfolgreichen Wurzelbehandlung im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung um ein Vielfaches. Die Licht- und Sichtachsen werden dabei über den zahnärztlichen Spiegel gesteuert, so dass ein gezieltes Arbeiten im Zahn möglich wird. Mit diesen Maßnahmen ist die für die Zahnerhaltung so wichtige Reinigung und Desinfektion sowie die dichte Füllung selbst von stark gekrümmten Wurzelkanälen möglich. Auch die Revision von alten, undichten Wurzelfüllungen wird erleichtert und die Wahrscheinlichkeit des Erhalts der Zähne über viele Jahre gesteigert.

Laserunterstützte Wurzelkanal-Desinfektion


Wurzelkanalbehandlung mit dem ATS Fotona Laser

Der Einsatz eines Lasers bei der Wurzelkanal-Behandlung hat einen entscheidenden Vorteil. Denn: Klassische Methoden führen nicht immer zu dem erwünschten Behandlungserfolg. Die Zahnwurzel besteht aus einem komplexen Kanalsystem zu dem auch kleinste Seitenkanäle gehören. Und diese bieten Bakterien optimale Rückzugsmöglichkeiten. Der Laser entwickelt seine keimabtötende Wirkung auch dort. Sein Licht dringt in die tiefen Schichten des Zahnes ein und tötet die Bakterien zuverlässig ab.

Im ersten Schritt dringt der Nd:YAG-Laser (Festkörperlaser mit einem neodym-dotiereten YAG-Kristall) direkt in den entzündeten Bereich ein und kann dabei viel tiefer vordringen als die herkömmlichen Spülungen. Das Laserlicht wird sehr dicht gebündelt und in den Entzündungsherd eingebracht. Dort zerstört es die Membran der Bakterien. Besonders gramnegative Bakterien reagieren sehr sensibel auf Laserlicht. Die Länge der Laserfaser wird vorher elektrometrisch bestimmt und in den Kanal eingeführt. Unter Bewegung wird diese nun wieder aus dem Kanal gezogen, damit alle Areale des Kanalsystems ausreichend bestrahlt werden. Hat sich bereits an der Wurzelspitze eine Zyste gebildet, ist diese ebenfalls leichter mit einem Laser zu behandeln, weil das Laserlicht über das Kanalsystem hinaus in den infizierten Bereich vordringen kann. Danach wird das Kanalsystem wieder mit kautschukähnlichen Wurzelfüllmaterialien konservativ mittels Kondensationstechnik oder mit erwärmten Guttapercha verschlossen.

PIPS- Laser-Behandlung - eine Revolution in der Endodontie


PIPS- Laser-Behandlung

Bei der laseraktivierten Spülung mit dem PIPS-Verfahren wird die Laserenergie nicht in Wärmeenergie, sondern in photo-akustische Schockwellen umgewandelt. Während der PIPS-Lasertherapie wird der Wurzelkanal mit Desinfektionsmittel aufgefüllt. Der PIPS-Laser wandelt seine Lichtwellen in kräftige Schallwellen um. Diese Schockwellen verursachen an den Kanalwänden eine leichte Vibration, wodurch das Desinfektionsmittel in die Wände des Wurzelkanals gedrückt wird und auch in bisher nicht zu reinigende kleine Seitenkanäle gelangt. Durch die Kombination der bisherigen Desinfektionsmethoden mit dem neuen PIPS-Laser wird eine bisher unerreichte Reinigungsleistung erzielt. Da PIPS nur in das koronale Drittel des Kanalsystems und somit nicht in die gekrümmten Wurzelkanäle eingeführt werden muss, besteht keine Gefahr eines Abbruchs der Spitzen. Auch der ungewollte Ausfluss der chemischen Spüllösung kann vermieden werden. Geringere Füll-und Einwirkzeit des chemischen Wirkstoffs machen eine Zeitersparnis von bis zu 20-30 Minuten pro Kanal und Patienten möglich. Mit der zusätzlichen Lasertherapie können die Erfolgsaussichten einer Wurzelbehandlung auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Die Laserdesinfektion der Wurzelkanäle ist absolut schmerzfrei.

Wurzelspitzenresektion mit dem Mikroskop


Sollte trotz Anwendung neuester Technik und Behandlungsmethoden wider Erwarten eine Wurzelspitzenresektion nötig sein, wird diese durch den Einsatz des Mikroskops deutlich weniger traumatisch, da viel schonender gearbeitet werden kann. Die mikrochirurgische (mikroskopische) Wurzelspitzenresektion ist eine weiterentwickelte moderne Variante der WSR und bietet eine signifikant bessere Prognose (Erfolgsaussicht) als die herkömmliche Variante. Hierbei wird unter mikroskopischer Sichtvergrößerung und mit mikrochirurgischem Instrumentarium die "neue" Wurzelspitze weitergehend behandelt. Die Undichtigkeiten und Bakterienaustrittsstellen an der resezierten Wurzelspitze werden sichtbar gemacht, gereinigt und desinfiziert. Es folgt ein bakteriendichter Verschluss an der Wurzelspitze, wodurch ein erneutes Austreten von Keimen verhindert wird. Die Erfolgsaussichten der mikrochirurgischen WSR sind bei richtiger Indikationsstellung sehr hoch. Diese Behandlungsvariante stellt eine Alternative zur Zahnentfernung und zu einem kostenintensiveren Zahnimplantat dar.

Revision eines bereits wurzelgefüllten, aber wieder entzündeten Zahns.


Ist ein bereits wurzelgefüllter Zahn wieder entzündet, wird zunächst die alte Wurzelfüllung vollständig entfernt, ehe die Laserbehandlung in den oben bereits aufgeführten zwei Phasen vollzogen wird. Danach wird der Wurzelkanal erneut abgefüllt. Die körpereigen Abwehr schafft das Abheilen der entzündeten Wurzelspitze anschließend alleine, weil durch den hermetischen, vollständigen Abschluss der Kanalwände kein bakterielles Substrat den Entzündungsbereich an der Wurzelspitze nähren kann.