Thomas Koch

Was ist Endodontie?

Eine Entzündung der Zahnwurzel kann unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten sind tiefe kariöse Defekte dafür verantwortlich, dass Bakterien in die Pulpa diffundieren und eine Entzündung verursachen. Auch eine sich ausbreitende Parodontitis oder Druck auf die Zähne, zum Beispiel ein Schlag, können eine Entzündung der Zahnwurzel auslösen, ebenso wie eine Funktionsstörung oder eine kieferorthopädische Behandlung. In der als Notfall-Erhaltungsmaßnahme zu sehenden Therapie befreien wir die Wurzel durch eine Öffnung in der Zahnkrone von krankem, infiziertem Nerv- und Gefäß-Gewebe. Nach einer antibakteriellen Spülung werden die Kanäle wieder mit speziellem Material aufgefüllt.

Leider sind die Wurzelkanäle in der Realität aber nur selten so angeordnet wie im Modell. Oft verlaufen sie oval und weisen Querverbindungen auf, weswegen konventionelle Behandlungsmethoden lediglich in 40 bis 60 Prozent der Fälle erfolgreich sind. Durch den Einsatz innovativer, alternativer Methoden und neuester Techniken können wir in der Erlenbusch-Praxis die Erfolgschancen einer Wurzelbehandlung auf bis zu 90 Prozent erhöhen. Gerne beraten wir Sie persönlich über die Möglichkeiten!

ZAHNÄRZTIN DAPHNE TERWESTEN

Daphne Terwesten ist in unserer Praxis zuständig für die Allgemeine Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, die Kinder- und Jugendzahnheilkunde und die Endodontie. Dank ihrer breit gefächerten Aufgabengebiete werden viele Patienten bereits Kontakt mit der sympathischen Zahnmedizinerin gehabt haben.

Daphne Terwesten studierte im Anschluss an ihr naturwissenschaftliches Abitur Zahnmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit April 2019 arbeitet Frau Terwesten als angestellte Zahnärztin  bei uns in der Erlenbuschpraxis. 

 

Wurzelbehandlung mit dem Mikroskop


Mit einem Dentalmikroskop erreichen wir höchstmögliche Präzision bei größtmöglicher Schonung der Zahnsubstanz. Die Behandlung unter Sicht bei bis zu 30-facher Vergrößerung erhöht die Chance einer erfolgreichen Wurzelbehandlung im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung um ein Vielfaches. Die Licht- und Sichtachsen werden dabei über den zahnärztlichen Spiegel gesteuert, so dass ein gezieltes Arbeiten im Zahn möglich wird. Mit diesen Maßnahmen ist die für die Zahnerhaltung so wichtige Reinigung und Desinfektion sowie die dichte Füllung selbst von stark gekrümmten Wurzelkanälen möglich. Auch die Revision von alten, undichten Wurzelfüllungen wird erleichtert und die Wahrscheinlichkeit des Erhalts der Zähne erhöht.

Laserunterstützte Wurzelkanal-Desinfektion


Wurzelkanalbehandlung mit dem ATS Fotona Laser

Der Einsatz eines Lasers bei der Wurzelkanal-Behandlung hat einen entscheidenden Vorteil. Denn: Klassische Methoden führen nicht immer zu dem erwünschten Behandlungserfolg. Die Zahnwurzel besteht aus einem komplexen Kanalsystem zu dem auch kleinste Seitenkanäle gehören. Und diese bieten Bakterien optimale Rückzugsmöglichkeiten. Der Laser entwickelt seine keimabtötende Wirkung auch dort. Sein Licht dringt in die tiefen Schichten des Zahnes ein und tötet die Bakterien zuverlässig ab.

Im ersten Schritt dringt der Nd:YAG-Laser (Festkörperlaser mit einem neodym-dotiereten YAG-Kristall) direkt in den entzündeten Bereich ein und kann dabei viel tiefer vordringen als die herkömmlichen Spülungen. Das Laserlicht wird sehr dicht gebündelt und in den Entzündungsherd eingebracht. Dort zerstört es die Membran der Bakterien. Besonders gramnegative Bakterien reagieren sehr sensibel auf Laserlicht. Die Länge der Laserfaser wird vorher elektrometrisch bestimmt und in den Kanal eingeführt. Unter Bewegung wird diese nun wieder aus dem Kanal gezogen, damit alle Areale des Kanalsystems ausreichend bestrahlt werden. Hat sich bereits an der Wurzelspitze eine Zyste gebildet, ist diese ebenfalls leichter mit einem Laser zu behandeln, weil das Laserlicht über das Kanalsystem hinaus in den infizierten Bereich vordringen kann. Danach wird das Kanalsystem wieder mit kautschukähnlichen Wurzelfüllmaterialien konservativ mittels Kondensationstechnik oder mit erwärmten Guttapercha verschlossen.

PIPS- Laser-Behandlung - eine Revolution in der Endodontie


PIPS- Laser-Behandlung

Bei der laseraktivierten Spülung mit dem PIPS-Verfahren wird die Laserenergie nicht in Wärmeenergie, sondern in photo-akustische Schockwellen umgewandelt. Während der PIPS-Lasertherapie wird der Wurzelkanal mit Desinfektionsmittel aufgefüllt. Der PIPS-Laser wandelt seine Lichtwellen in kräftige Schallwellen um. Diese Schockwellen verursachen an den Kanalwänden eine leichte Vibration, wodurch das Desinfektionsmittel in die Wände des Wurzelkanals gedrückt wird und auch in bisher nicht zu reinigende kleine Seitenkanäle gelangt. Durch die Kombination der bisherigen Desinfektionsmethoden mit dem neuen PIPS-Laser wird eine bisher unerreichte Reinigungsleistung erzielt. Da PIPS nur in das koronale Drittel des Kanalsystems und somit nicht in die gekrümmten Wurzelkanäle eingeführt werden muss, besteht keine Gefahr eines Abbruchs der Spitzen. Auch der ungewollte Ausfluss der chemischen Spüllösung kann vermieden werden. Geringere Füll-und Einwirkzeit des chemischen Wirkstoffs machen eine Zeitersparnis von bis zu 20-30 Minuten pro Kanal und Patienten möglich. Mit der zusätzlichen Lasertherapie können die Erfolgsaussichten einer Wurzelbehandlung auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden. Die Laserdesinfektion der Wurzelkanäle ist absolut schmerzfrei.